Cairngorms

Wenn man sich so daran gewöhnt hat, jeden Tag zu laufen und in der Natur zu sein, reicht ein Tag in Inverness rumhängen, um wieder kribbelige Füße und Lust auf frische Luft zu bekommen. Ich hab das Zelt getrocknet, war im Kino (Kurzkritik zu Solo: Muss man nicht gesehen haben.) und bin durch die Stadt gebummelt. Jetzt will ich wieder raus.

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Orkney

Sieht aus, als würde mir ein authentischer Orkney-Tag beschert. Nichts von diesem sommerlichen Touristenausflugsquatsch, sondern ehrliche Nordsee-Nebelsuppe bei 12 Grad Außentemperatur. Wenn ich von der Fähre aus die Orcas sehen will, müssten die schon das Schiff rammen. Das kann ein richtig schöner herbstlicher Juni-Tag werden.

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Ein bisschen Statistik

Insgesamt hat die Wanderung 40 Tage, davon 4 Ruhetage (na ja, an einem mit der Besteigung von Ben Nevis), gedauert und ich bin 865 Kilometer und 16909 Höhenmeter gelaufen. 21 Übernachtungen haben in Hostels, B&Bs, Hotels usw. stattgefunden (fast die kompletten ersten zwei Wochen), 2 Nächte in Bothys und 17 Übernachtungen im Zelt, davon 5 auf Campingplätzen. Ich habe 53 Teebeutel, 62 Müsliriegel … nee, das hab ich nicht im Ernst gezählt.

All good things must come to an end

Was für ein Morgen! Das Rauschen der Brandung, das mich heute Nacht in tiefen Schlaf gelullt hat, bekommt hier draußen ein Gesicht, als ich aus dem Zelt klettere, um meine Notdurft zu verrichten. Der Nebel ist völlig verschwunden und hat die Bühne für einen zartrosa Sonnenaufgangshimmel frei gegeben, vor dessen Hintergrund sich das Zelt hier oben auf den Klippen und ein Fischerboot unten im Wasser dunkel abheben. Der Wind duftet nach Salz und Heide. Es ist so schön, dass es ein bisschen wehtut. Was für eine großartige Erfahrung diese Wanderung gewesen ist, was ich alles sehen und erleben durfte!

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Wick — Nybster

Heute wird der Rucksack noch einmal schwer beladen mit Wasser und Essen für zweieinhalb Tage plus Wanderschuhe. Ich klebe – eher zur mentalen Unterstützung – ein Blasenpflaster auf den kleinen Zeh und habe das Gefühl, dass der darüber ein bisschen kichern muss. Irgendwo hab ich gelesen, heute sei National Fish‘n’Chips Day. Dann guten Appetit. „Wick — Nybster“ weiterlesen

Wick

Die Wick Medi-Night, wie Volker das so schön genannt hat, war nur zum Teil hilfreich. Der Fuß ist völlig in Ordnung, solange ich nicht versuche, ihn in den Wanderschuh zu stecken oder länger damit zu laufen. Ich werde einen Tag Ruhepause einlegen und morgen sehen, was geht – 30 Kilometer vor dem Ziel aufzuhören ist ja irgendwie auch keine wirkliche Option.

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